SCHLIESSEN

Pflanzenschutz ist für Fußball unverzichtbar

Rasen als Diva verlangt Fingerspitzengefühl und Unterstützung im Kampf gegen Schaderreger. Beliebte Couchsnacks ohne Pflanzenschutz gefährdet.

Eine Fußball-Weltmeisterschaft begeistert mit spektakulären Toren, knisternder Stimmung und perfekt vorbereiteten Spielfeldern. Doch hinter vielen Selbstverständlichkeiten rund um das Turnier steckt ein oft übersehener Faktor: der Pflanzenschutz. Gesunde Pflanzen sind die Grundlage für Braugerste für das Bier oder Wein, Kartoffeln für Chips oder andere Snacks auf der Couch, aber auch für den strapazierfähigen Rasen im Stadion. Darüber informiert die IGP anlässlich des heutigen Anpfiffs zur Fußball-WM 2026. Pflanzenschutz hilft dabei, diese Rasengräser vor Krankheiten, Schädlingen und Unkräutern zu schützen.

Abwehrmauer für Braugerste

Braugerste stellt hohe Qualitätsansprüche. Krankheiten wie Ramularia, Mehltau, Netzflecken oder Rost können Ertrag und Qualität beeinträchtigen und damit auch die Eignung für die Malz- und Bierproduktion. Deshalb setzen Landwirte auf den integrierten Pflanzenschutz. Dabei werden Bestände regelmäßig kontrolliert, Risiken bewertet und unterschiedliche Maßnahmen kombiniert. Pflanzenschutzmittel kommen gezielt zum Einsatz, wenn andere Maßnahmen gegen Pilzerreger, Schädlinge oder Unkraut nicht ausreichen.

Kartoffel unter Dauerdruck

Kartoffeln gehören weltweit zu den wichtigsten Kulturpflanzen. Gleichzeitig sind sie zahlreichen Herausforderungen ausgesetzt. Krankheiten wie die Kraut- und Knollenfäule oder Schädlinge wie Drahtwurm und Kartoffelkäfer können Erträge und Qualität erheblich beeinträchtigen. Für die Herstellung von Chips sind jedoch gleichmäßige, gesunde und vor allem schöne Knollen gefragt. Fraßgänge des Drahtwurms etwa stören den Genuss. Landwirte setzen deshalb auf ein Zusammenspiel aus Fruchtfolge, Sortenwahl, Bestandskontrolle und gezielten Pflanzenschutzmaßnahmen. Sie haben aber zunehmend unter dem Wegfall von Wirkstoffen zu leiden, weshalb die Kartoffel in Österreich im langjährigen Vergleich weiter an Anbaufläche verliert.

Rasen braucht gute Kondition

Der Fußballrasen ist weit mehr als eine grüne Kulisse. Er hält intensive Belastungen aus, regeneriert rasch und ermöglicht gleichzeitig ein sicheres Spiel. Auch hier spielen Krankheiten, Schädlinge oder unerwünschte Pflanzen eine Rolle. Pilzkrankheiten würden die Grasnarbe schwächen, während Unkräuter die Gleichmäßigkeit der Spielfläche beeinträchtigen. Und wenn der Rasen rutschig, lückig oder instabil wird, betrifft das nicht nur die Optik, sondern auch die Bespielbarkeit und Verletzungsgefahr. Moderne Rasenpflege setzt deshalb auf ein professionelles Management aus Belüftung, Bewässerung, Nachsaat, Nährstoffversorgung und integriertem Pflanzenschutz. Nur so bleiben Spielflächen über die gesamte Turnierdauer in Top-Zustand.

Pflanzenschutz als Teil eines Gesamtsystems

„Braugerste, Kartoffeln oder Stadionrasen zeigen, dass gesunde Pflanzen nicht von selbst entstehen. Pflanzenschutz ist ein wichtiger Baustein, um Qualität, Versorgungssicherheit und leistungsfähige Kulturen zu gewährleisten. Gerade bei Großereignissen wie einer Fußball-Weltmeisterschaft wird sichtbar, wie viele Bereiche unseres Alltags von gesunden Pflanzen abhängen“, betont Christian Stockmar, Obmann der IGP.