Silver Axe VI: Rund 1.200 Tonnen illegale Pflanzenschutzmittel beschlagnahmt

am 24. Juni 2021

Die von Europol koordinierte Operation Silver Axe bekämpft den Import und Handel mit gefälschten und illegalen Pflanzenschutzmitteln. Bei der nunmehr sechsten Schwerpunktaktion von Jänner bis April 2021 wurde eine Menge von 1.203 Tonnen solcher Produkte mit einem Gesamtwert von 80 Millionen Euro beschlagnahmt und 12 Personen festgenommen. Bei der Operation Silver Axe VI haben die Behörden aller EU-Staaten sowie von 8 Drittländern, das Amt der EU für geistiges Eigentum (EUIP), das Europäische Amt für Betrugsbekämpfung (OLAF), das DG SANTE der EU-Kommission und CropLife Europe als Vereinigung der Hersteller von Pflanzenschutzmitteln zusammengearbeitet. Die IndustrieGruppe Pflanzenschutz appelliert an die Landwirte, nur zugelassene Pflanzenschutzmittel zu kaufen und Verdachtsfälle sofort zu melden. Pflanzenschutzmittel sind umfassend geprüft, durchlaufen ein mehrstufiges Zulassungsverfahren und gewährleisten eine sichere Anwendung. Illegale Produkte sind nicht geprüft, stellen damit ein Risiko für Mensch und Umwelt dar und können zu massiven Schäden in der Landwirtschaft führen.

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EFSA-Report belegt: Lebensmittel in Europa sind sicher

am 27. April 2021

Die Europäische Lebensmittelbehörde (EFSA) untersucht regelmäßig in Europa produzierte, aber auch importierte Lebensmittel auf Pflanzenschutzmittel-Rückstände. Bei den Ergebnissen der Untersuchungen aus dem Jahr 2019 zeigt sich erneut, dass die in Europa verkauften Lebensmittel sicher sind: Von insgesamt 91.302 Proben waren 96,1 Prozent unterhalb der gesetzlich zulässigen Werte. Das entspricht einer Steigerung um 0,6 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr. Die Proben von europäischen Produkten lagen zu 98 Prozent unter den Grenzwerten, das entspricht einem Plus von 1,1 Prozent. Damit sind die Ergebnisse seit vielen Jahren auf anhaltend hohem Niveau.

Für die am häufigsten konsumierten Lebensmittel gibt es ein weiteres EU-koordiniertes Kontrollprogramm (EUCP). Dazu wurden aus dem Sample 12.579 Stichproben gezogen und analysiert. Hier lagen ebenfalls 98 Prozent der Proben unterhalb der gesetzlichen Grenzwerte.

Das belegt, dass die Landwirte höchste Standards einhalten sowie Pflanzenschutzmittel sachgemäß und den Anwendungsbestimmungen entsprechend einsetzen. Der EFSA-Bericht bestätigt erneut, dass die Lebensmittelversorgung Europas zu den sichersten der Welt gehört.

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Anbau- und Agrarverbände präsentierten Positionspapier zu Green Deal

am 9. April 2021

Die Landwirtschaft hat zahlreiche Herausforderungen wie z.B. den Klimawandel und Einschnitte beim Betriebsmitteleinsatz zu bewältigen, die sich auf die gesamte Wertschöpfungskette auswirken. Vor diesem Hintergrund hat die Europäische Kommission im Mai 2020 den Green Deal bestehend aus mehreren Einzelstrategien vorgelegt. Zahlreiche österreichische Anbau- und Agrarverbände, darunter die IndustrieGruppe Pflanzenschutz, haben daher einen Runden Tisch als Forum für einen regelmäßigen Austausch über die Herausforderungen und Lösungen für die Landwirtschaft gestartet. Als erstes Ergebnis haben sich die Verbände auf ein Positionspapier geeinigt, in dem sie u.a. eine umfassende, wissenschaftliche Folgenabschätzung zum Green Deal und seinen Einzelstrategien fordern. Auch die Entwicklung von Modellen für die Integration von Technologie und Digitalisierung in die landwirtschaftliche Produktion – ein zentrales Ziel des Innovation Deals der IndustrieGruppe Pflanzenschutz – ist eine Forderung der unterzeichnenden Verbände. Hier geht es zum Positionspapier.

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Experten bei Wintertagung bestätigen Nutzen von Innovation in Landwirtschaft

am 26. Januar 2021

Die IndustrieGruppe Pflanzenschutz (IGP) sieht sich durch die Ergebnisse bei den Fachtagen zu Landtechnik und Ackerbau bei der Wintertagung 2021 des Ökosozialen Forums in ihrer Forderung nach einem Innovation Deal bestätigt. Die Hersteller von Pflanzenschutzmitteln sehen sich als Vorreiter und investieren bis 2030 insgesamt 14 Mrd. EUR für die Forschung und Entwicklung von digitalen Lösungen und Pflanzenschutzmitteln für den biologischen Anbau.

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ECPA-Video belegt Innovationskraft im Pflanzenschutz

am 1. Oktober 2020

Seit den 1950er Jahren hat es einen enormen Fortschritt bei der Weiterentwicklung von Pflanzenschutzmitteln gegeben. Das belegt ein Bericht von Phillips McDougall (2018). Demnach hat die Innovationskraft der Hersteller von Pflanzenschutzmitteln dazu beigetragen, dass die ausgebrachten Wirkstoffmengen pro Hektar seit den 1950ern um 95 Prozent reduziert werden konnten. Der Verband der europäischen Pflanzenschutzindustrie (ECPA) hat daher ein Video produziert, um auf die Innovationskraft hinzuweisen. Die IndustrieGruppe Pflanzenschutz hat zudem ein Factsheet mit weiteren Informationen erstellt. Hier geht es zum Video und zum Factsheet.

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Video: Pflanzenschutzmittel-Hersteller leisten Beitrag zu Farm to Fork-Strategie

am 27. Juli 2020

Eine nachhaltige Landwirtschaft ist auf die Versorgung mit Pflanzenschutzmitteln angewiesen, um ausreichend hochwertige Lebensmittel produzieren zu können. Die Pflanzenschutzmittel-Industrie investiert dazu in Forschung und Entwicklung und stellt den Landwirten zunehmend effizientere und schonende Produkte zur Verfügung. Als Partner der europäischen Landwirte leisten wir so einen wichtigen Beitrag für eine nachhaltigere Landwirtschaft und damit zur erfolgreichen Umsetzung der Farm to Fork-Strategie der EU-Kommission. Das unterstreicht der Europäische Pflanzenschutzverband (ECPA) in einem Video, das hier angesehen werden kann. 

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Silver Axe: 1.346 Tonnen an gefälschten und illegalen Produkten beschlagnahmt

am 10. Juni 2020

Pflanzenschutzmittel-Hersteller, Behörden, Handel und Vertreter der Landwirtschaft arbeiten seit Jahren im Zuge der Operation Silver Axe eng zusammen, um gemeinsam Aktionen gegen den Handel mit illegalen und gefälschten Produkten zu setzen. Bei der von Europol koordinierten Aktion wurden 2019 in 32 Ländern insgesamt 1.346 Tonnen dieser Produkte beschlagnahmt – das entspricht der doppelten Menge im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt hätten die Produkte einen Wert von ca. 94 Millionen Euro. Eine Studie schätzt, dass zwischen 10 und 14 Prozent des EU-Pflanzenschutzmittelmarktes vom illegalen Handel betroffen sind. Im Kampf gegen diese Produkte und Fälschungen sind die Ermittler auch auf die Mithilfe von Landwirten und Händlern angewiesen, die Verdachtsfälle sofort melden. Landwirte sollten zudem ausschließlich zugelassene Produkte kaufen und ausbringen, um hohe Strafen und Schäden für Umwelt, Konsumenten und den eigenen Betrieb zu vermeiden. Illegale Produkte sind – anders als registrierte Pflanzenschutzmittel – nicht geprüft und stellen damit ein Risiko für die menschliche Gesundheit und die Umwelt dar.

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Inertgase und Schwefel sind Treiber steigenden Absatzes

am 9. Juni 2020

Laut Daten von Eurostat ist der Absatz von Pflanzenschutzmitteln in Österreich zwischen 2011 und 2018 um 53 Prozent gestiegen. Um diese Zahl richtig einordnen zu können, braucht es allerdings einen etwas differenzierteren Blick: 2011 waren Inertgase wie z.B. CO2 noch nicht zugelassen. Seit deren Genehmigung 2016 verzeichnen sie einen starken Anstieg und liegen aktuell laut Grünem Bericht 2019 bei 1340 Tonnen an in Verkehr gebrachtem Wirkstoff pro Jahr. Inertgase werden allerdings nur in Lagern gegen Vorratsschädlinge eingesetzt und nicht am Feld. Ein weiterer Treiber des steigenden Absatzes ist Schwefel, der ein essenzieller Baustein der biologischen Landwirtschaft ist. Dieser ist von 675 Tonnen 2011 auf 1151 Tonnen 2018 gestiegen. Dies v.a. auch deshalb, weil die Bioflächen steigen und konventionelle Landwirte im Sinne der integrierten Produktion vermehrt auch auf biologische Lösungen zurückgreifen. Bei den anderen Wirkstoffgruppen gleichen sich die abgesetzten Mengen weitgehend aus. Weitere Infos sind hier in der Position der IGP.

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Geplantes Glyphosat-Gesetz widerspricht EU-Recht

am 22. Mai 2020

Das Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort hat den Gesetzesentwurf für ein geplantes Glyphosat-Verbot in Österreich neuerlich an die Europäische Kommission zur Prüfung übermittelt. Die Europäische Kommission hatte den ersten Antrag aufgrund formaler Fehler zurückgewiesen. Die IndustrieGruppe Pflanzenschutz rechnet auch für den neuerlichen Antrag mit einer Zurückweisung, da die Voraussetzungen für ein Verbot nicht erfüllt werden. (Mehr lesen)

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Low Yield II-Report belegt Nutzen von Pflanzenschutzmitteln

am 8. Mai 2020

Die ECPA hat ihre 2016 erstellte Folgenabschätzung (Low Yield I) für den Umstieg auf den gefahrenbasierten Ansatz bei der Bewertung und Genehmigung von Pflanzenschutzmittel-Wirkstoffen nun um die Ergebnisse von sieben zusätzlichen Ländern (Low Yield II) erweitert. Im Report werden die agrarischen und Umweltfolgen basierend auf dem angenommenen Wegfall von 75 Wirkstoffen durch den Umstieg berechnet. Die Ergebnisse aus nunmehr insgesamt 16 Ländern belegen dabei klar den Nutzen von Pflanzenschutzmitteln. (Mehr lesen)

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