ECPA-Video belegt Innovationskraft im Pflanzenschutz

Ausgebrachte Wirkstoffmenge pro Hektar seit 1950er Jahren um 95% reduziert

Seit den 1950er Jahren hat es einen enormen Fortschritt bei der Weiterentwicklung von Pflanzenschutzmitteln gegeben. Das belegt ein Bericht von Phillips McDougall (2018). Demnach hat die Innovationskraft der Hersteller von Pflanzenschutzmitteln dazu beigetragen, dass die ausgebrachten Wirkstoffmengen pro Hektar seit den 1950ern um 95 Prozent reduziert werden konnten. Der Verband der europäischen Pflanzenschutzindustrie (ECPA) hat daher ein Video produziert, um auf die Innovationskraft hinzuweisen. Die IndustrieGruppe Pflanzenschutz hat zudem ein Factsheet mit weiteren Informationen erstellt. Hier geht es zum Video und zum Factsheet.

Video: Aufwandmenge bei Herbiziden um 97% reduziert

Das Video der ECPA zeigt, dass 1960 eine kleine Menge Wirkstoff 1 Hektar Ackerland vor Unkraut geschützt hat. Heute schützt dieselbe Menge bereits 32 Hektar. Im Bereich der Herbizide konnte die Aufwandmenge pro Hektar also um 97 Prozent reduziert werden.

Um diesen Erfolg möglich zu machen und auch fortzusetzen, wenden die Hersteller von Pflanzenschutzmitteln aktuell weltweit rund drei Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung auf. Dank dieser Aufwendungen konnte die Effizienz von Wirkstoffen um das Zehnfache gesteigert werden. Auch bessere Formulierungen und eine präzisere Ausbringungstechnik leisten einen Beitrag zur Senkung der Aufwandmengen. Gleichzeitig steigen Erträge und die Qualität des Ernteguts und verbessert sich das Sicherheitsprofil der Substanzen, wodurch Umwelt, Boden und Nützlinge geschont werden. Das entspricht voll und ganz dem Grundsatz des integrierten Pflanzenschutzes „So wenig wie möglich, so viel wie nötig“ bzw. dem Motto der ECPA: „Doing more with less.“

Video

Braucht entsprechende Rahmenbedingungen für hohe Innovationskraft

Eine Weiterführung dieser Erfolgsgeschichte ist nur machbar, wenn die regulatorischen Rahmenbedingungen planbar und wissenschaftsbasiert sind. Diese haben sich aber zuletzt negativ entwickelt. Dadurch sinkt die Innovationskraft und es gelangen weniger Wirkstoffe zur Zulassung. Das betrifft alle Pflanzenschutzmittel und hat dramatische Auswirkungen auf die Landwirtschaft.

Im Factsheet Innovationskraft erhöhen und im Factsheet zu Forschung und Entwicklung können Sie nachlesen, warum es entsprechende Rahmenbedingungen und vor allem eine Planbarkeit für die Hersteller braucht.