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Global 2000-Kampagne gefährdet familienbasierte Betriebe in Österreich

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Die Bürgerinitiativen-Forderung nach einer Landwirtschaft ohne Betriebsmittel ist realitätsfremd – es würde zahlreiche Betriebe zum Aufgeben zwingen und Importabhängigkeit erhöhen.

„Europas Landwirte sind auf entsprechende Werkzeuge im Kampf gegen Schaderreger sowie auf Innovationen und Technologien angewiesen, um ihre Kulturen gesund zu erhalten und die Konsumenten mit hochwertigen Lebensmitteln zu versorgen. Was sie nicht brauchen, sind faktenferne und unwissenschaftliche Ratschläge aus NGO-Büros und bauernfeindliche Bürgerinitiativen“, so der Obmann der IndustrieGruppe Pflanzenschutz (IGP), Christian Stockmar, zum heutigen EU-Parlaments-Hearing von NGO-Vertretern samt Demo. „Die Kampagne wirbt damit, Bauern und Bienen schützen zu wollen – tatsächlich ist beides falsch: Fehlende Wirkstoffe sorgen für Ernteeinbußen und -ausfälle. Damit fehlt den Landwirten Einkommen aus ihrer Produktion, während die eingesetzten Ressourcen verschwendet werden. Der Verlust wirksamer Wirkstoffe hat zudem dazu geführt, dass die Rapsfläche in Europa stark rückläufig ist, wodurch wichtige Trachtflächen für Bienen fehlen. Diese Entwicklung wird verschärft, sollten die Forderungen umgesetzt werden.“

Die Wintertagung des Ökosozialen Forums und die Grüne Woche in Berlin als Foren zur Diskussion von Lösungen zeigen, dass enorme Herausforderungen auf die Landwirtschaft zukommen. Die Betriebe sind künftig gefordert, zur Bewältigung der Versorgungs-, Energie-, Klima- und Biodiversitätskrise beizutragen. „Geht es nach den NGOs, sollten sie das ohne den Einsatz von Betriebsmitteln tun. Dann sind sie jedoch dem steigenden Druck durch Schaderreger hilflos ausgesetzt. Dadurch wären viele zum Aufgeben gezwungen und die Produktion in Österreich wird gefährdet“, so Stockmar. „Es ist an der Zeit, Kampagnen auf dem Rücken einer ganzen Branche, die uns verlässlich mit Lebensmitteln versorgt, zu beenden. Die Landwirtschaft braucht keine Kampagnen, die neue Probleme schaffen, sondern einen ehrlichen und konstruktiven Dialog über Lösungen. Doch dem verschließt sich Global 2000 bis heute.“