SCHLIESSEN

IGP fordert von EU-Politik zukunftsfähige Ideen für die Landwirtschaft

Pressemitteilung herunterladen

IGP unterstützt Positionspapier der Agrarverbände gegen einseitige EU-Reduktionspolitik. Nachhaltige Produktion braucht Innovation, Technologie sowie Forschung und Entwicklung.

„Eine einseitige Reduktions- und Verbotspolitik mit pauschalen, realitätsfernen Zielen wird die Landwirtschaft in Europa vor unlösbare Aufgaben stellen und die bäuerlichen Betriebe gefährden. Mit jedem geschlossenen Betrieb geht dann auch ein Stück der Selbstversorgung Österreichs verloren“, warnt der Obmann der IndustrieGruppe Pflanzenschutz (IGP), Christian Stockmar. Die IGP unterstützt daher das gemeinsame Positionspapier von insgesamt 15 Agrarverbänden zum Vorschlag für eine Verordnung zum nachhaltigen Einsatz von Pflanzenschutzmitteln (SUR), das heute veröffentlicht wurde.

Stockmar betont zudem, dass ertragsmindernde Maßnahmen auf EU-Ebene angesichts der aktuellen internationalen Situation fahrlässig sind: „Die Selbstversorgung mit Lebensmitteln aus einer regionalen Landwirtschaft ist wichtiger denn je, um die Abhängigkeit von internationalen Märkten und Importen aus Drittländern zu reduzieren. Zudem kommt Europa nur mit dem Einsatz ertrags- und qualitätssichernder Betriebsmittel seiner Verantwortung nach, einen Beitrag zur globalen Versorgungssicherheit mit Lebensmitteln zu leisten. Setzt sich der Konflikt in der Ukraine fort und fehlen auch in den nächsten Jahren große Erntemengen in wichtigen Kulturen, drohen bestehende soziale Konflikte in einigen Regionen weiter zu eskalieren.“

Fordern verlangt auch Fördern

„Wir sollten die Landwirte in Europa bestärken, indem wir ihnen Chancen und Perspektiven aufzeigen. Das heißt: die Entwicklung und Integration von moderner Technik, innovative Pflanzenschutzmittel sowie ein starkes Netzwerk aus Ausbildung, Beratung, Forschung und den Betrieben selbst, um die Landwirtschaft kontinuierlich weiterzuentwickeln. Die EU-Politik ist gefordert, dafür die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen“, so Stockmar. Er hebt dabei gute Konzepte in den Mitgliedländern und z.B. etwa ÖPUL in Österreich hervor, die als Best-Practice-Beispiel herangezogen werden können.

Die Pflanzenschutzmittel-Hersteller haben sich ihrerseits zum Ziel gesetzt, bis 2030 insgesamt 14 Milliarden Euro in die Entwicklung von biologischen Pflanzenschutzmitteln und technologische Lösungen zu investieren. „Wir wollen die Landwirte auch künftig mit einem umfangreichen Portfolio an biologischen und konventionellen Pflanzenschutzmitteln unterstützen. Nur dann können sie die Pflanzen vor Schaderregern schützen, hochwertige Ernten sicherstellen und einen hohen Selbstversorgungsgrad gewährleisten.“